Vintage-Newsletter März 2021

Ich besitze eine Serie Näh-Anleitungsheften aus dem Jahr 1943 «La Couturière chez soi», in deutscher Ausgabe. Das sind 12 Hefte, in denen auf ausführlichste Weise beschrieben wird, wie verschiedene Kleidungsstücke genäht werden. Das interessanteste Heft für mich ist Nr. 1, wo erklärt wird, wie man ein Kleidungsstück, das Mängel aufweist, retten kann. Diese Mängel können von abgewetzten Stellen zu Mottenlöchern bis zu Rissen und Flecken gehen. Da hat es z.B. den zauberhaften Vorschlag dabei, Flecken oder Mottenlöcher mit Punkten oder Blümchen zu übersticken. Oder wie umschön gewordene Ärmelsäume wieder ein «gefälliges Aussehen» bekommen (indem man eine Art von Manschette konstruiert und diese an den zurückgeschnittenen Ärmel näht). Sie sehen, dass früher das Flicken von Kleidern normal war und man viel Fantasie darauf verwendete, dass es auch schön dabei aussah.

Ein paar «Muster» von geflickten Sachen aus meinem Bestand finden Sie hier:

           

Dieser Kaschmir-Cardigan ist ein richtig tolles Stück. Hat aber eine kleine Flickstelle am Ärmel. Kombiniert mit einem Kaschmir-Jupe von allude, dem Luxus-Kaschmir-Label, sieht dieser Cardigan richtig toll aus.

Leider hat auch der Jupe eine kleine reparierte Stelle im Rückenteil. Diese losen Mäschchen habe ich selber fixiert, und ich muss sagen, dass mir das Resultat nicht sonderlich gefallen hat. Erst gestern habe ich auf der allude-Website entdeckt, dass allude eine Kaschmir-Klinik hat, wo man die kostbaren Teile reparieren lassen kann. Na ja; es wäre wahrscheinlich besser gewesen, wenn ich dies vorher herausgefunden hätte.

In der Mitte der Bilder unten sehen Sie, wie die Kombination aussieht.

 

 

Hier ein paar Strümpfe aus den Vierzigerjahren, die wieder und wieder geflickt wurden. Früher gab es in Mercerie-Läden spezielle Strumpf-Flick-Kits (hier eines für Nylonstrümpfe) mit Faden in verschiedenen Hauttönen, um den richtigen Farbton für die Strumpf-Flickarbeit zu finden. 

 

Bestimmt schon 10 Jahre lang horte ich dieses Seidenblüschen aus den Dreissigerjahren mit dem einmaligen Stoffmuster. Vor ein paar Wochen habe ich mich entschieden, mich von ihm zu trennen, weil es zu viele Schäden aufweist; vor allem die blassen Stellen (vermutlich ausgebleicht von Sonne oder Licht) sind sehr auffällig. Ich wollte dann aber trotzdem noch ein paar Fotos machen, vor allem vom Stoffmuster. Dabei kam mir dann die Idee, es auf die linke Seite zu drehen. Und siehe da, die blassen Stellen zeigen sich nur auf der rechten Seite und das Muster sieht auf beiden Seiten total gleich aus. Jetzt hat das hübsche Teil (das womöglich sogar mal ein Kleid war) nochmals eine Chance. Ich nehme mir vor, sämtliche Nähte, Abnäher und Säume zu öffnen und versuche, das Blüschen zu retten, indem ich die linke Seite auf die rechte nehme. Ein aufwendiges Projekt, bei dem ich noch nicht weiss, ob ich es zu Ende führen werde. In diesen Zeiten kann man ja schon etwas Aufwand für so etwas betreiben.

Unten ein dunkelblaues Rayon-Kleid aus den Dreissigerjahren mit wunderschönem Detail am Ausschnitt, das unzählige Male geflickt wurde. Vor allem unter den Armen hat es höchst abenteuerliche Flickstellen. Dieses Kleid ist meiner Meinung nach wirklich nicht mehr tragbar. Trotzdem habe ich es noch nicht übers Herz gebracht, es zu entsorgen. Da stecken so viele Emotionen und Lebenssituationen drin und man sieht an diesem Kleid sehr genau, wie wertvoll und kostbar Kleider in diesen Zeiten waren. Ich könnte mir dieses Kleid durchaus in einem Museum vorstellen, als Muster und Anschauungsstück, damit man sehen kann, wie früher den Kleidern Sorge getragen wurde.

Hier sehen Sie ein Nähétui, das einem auf Reisen sehr gute Dienste leistet. Haben Sie einen Knopf anzunähen oder einen Saum hochzunähen, ist dieses Etui sofort zur Hand. Es ist mit dem Nötigsten ausgestattet und hat an einem kleinen Ort Platz. Wenn ich unterwegs bin (ha, ha!), ist IMMER solch ein Nähetui dabei. Dieses hier sollte nächstens im Shop auftauchen.

Vielleicht konnte ich Sie mit meinen Ausführungen davon überzeugen, dass man durchaus ein «geflicktes» Kleidungsstück tragen kann; ich persönlich finde es extrem sympatisch, wenn ich höre oder sehe, dass jemand ein Kleid, ein Pulli oder sonst ein Kleidungsstück ausgebessert oder abgeändert hat, damit es weiterhin getragen werden kann. Ja, und dem sagt man heute «nachhaltig» oder, auf gut deutsch «sustainable» 😉.

 

 


 

 

Vintage-Newsletter November 2020

Das Einstecktuch (Pochette, Pochettli, Pocket Square) ist momentan DAS Accessoire für den Herrn. Mit so einem kleinen Seidentüechli pimpen Sie Ihre Erscheinung um mindestens 50% auf. Obwohl ein sehr dezenter Blickfang, bemerkt man dieses Accessoire sofort, weil es sich auf Blickhöhe befindet.

Wenn Ihr Veston eine Brusttasche aufweist, machen Sie einen Versuch und stecken Sie ein Poschettli hinein; man wird Sie darauf (im positiven Sinn) ansprechen.

 

Wenn Sie unsicher sind, welches Muster und welche Farbe zu ihrem Veston passt, ist es am besten, wenn Sie sich nach den vorherrschenden Farben im Veston richten und das Poschettli so auswählen, dass etwa die gleichen Farben darin vorkommen. Ich habe hier an 2 Vestonmodellen ausprobiert, wie das aussehen könnte:

 

Sehr viel zu lesen über Einstecktücher/Pochettes oder, wie wir sagen, «Poschettli» finden Sie hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Einstecktuch

Wer nicht den ganzen Wikipedia-Eintrag lesen möchte, hier ein sehr witziger Ausschnitt, den ich hier zitiere:

«Das Kavalierstuch (!) ist ein reines Accessoire und wird nicht nur bei besonderen Anlässen getragen. Es soll dem Anzug oder der Kombination beziehungsweise dem Sakko eine elegante Note und einen zusätzlichen Farbakzent verleihen. Es dient nicht als Taschentuch, sondern gilt als Ausdruck von Individualität. Ein Einstecktuch zum Schnäuzen zu verwenden, steht – vom kulturellen Standpunkt aus gesehen – ungefähr auf gleicher Stufe, wie eine Krawatte als Serviette zu gebrauchen».

Auf dieser Wikipedia-Seite werden 16 (ja, sechzehn!) Varianten abgebildet, wie man ein solches Einstecktuch falten kann – eindrücklich und auch lehrreich.

Gwunderig habe ich auch wieder meine Bücher zu diesem Thema konsultiert:

 

 

Hier ein paar Bilder aus diesen Büchern, unter anderem auch von Persönlichkeiten, die mit Ihrem unverkennbaren Stil auffielen, bei dem das Einstecktuch nicht fehlen durfte:

 

Und hier ein Reigen der in meinem Shop erhältlichen Einstecktücher:

 

So ein Pochettli ist natürlich auch ein kleines, aber feines Weihnachtsgeschenk für Ihren Liebsten, Ihren Sohn oder Ihren Neffen, kurz für alle Männer, die etwas auf ihr Aussehen und ihren Style geben. 

 

 

 

 

 Vintage-Newsletter Juli 2020

Die neu eingestellten Artikel für den Juli kommen dieses Mal vor allem aus dem Lingerie-Bereich. Manche fragen sich sicher, wer denn solche Sachen anzieht, oder was das soll, dieses alte Zeugs? Ich kann das verstehen, doch möchte ich zum besseren Verständnis hierzu ein paar Bemerkungen anbringen:

 

Es gibt unzählige Bücher und Dokumentationen über Vintage-Lingerie oder -Unterwäsche, vor allem in den USA, aber auch bei uns oder in Deutschland. Davon besitze ich einige, und ich tauche da von Zeit zu Zeit gerne hinein. 

Ich freue mich immer, wenn ich in einem Buch Modelle entdecke, von denen ich ganz ähnliche aus der gleichen Zeit besitze. Unten sehen Sie in der oberen Reihe Bilder aus dem Buch «Vintage Lingerie» von Jill Salen, in der unteren Reihe ähnliche Modelle aus meinem Shop:

Auch hier gilt: je älter und je besser erhalten, desto kostbarer. Zum Beispiel diese beiden Höschen unten: Links ein Seidenhöschen aus den Zwanzigerjahren (in den USA werden sie Tap Pants genannt) und praktisch von A-Z von Hand gearbeitet. Die luxuriösen Spitzeneinsätze sind sorgfältig von Hand eingesetzt, für mich fast ein Museumsstück - und in meinem Shop zu erwerben.

Rechts daneben ein einfacheres Modell, auch aus den Zwanzigerjahren, aus feinstem Baumwollbatist, mit von Hand gemachten, feinen Stickereien. 

Man kann auch von einem nicht mehr so taufrischen Lingerieteil (einem BH zum Beispiel) den Schnitt kopieren, um daraus ein neues Modell aus geeignetem Stoff herzustellen. Vielmals werden auch alte Schnittmuster von Schnittmusterbögen kopiert und digital als Muster zum Herunterladen verkauft (z.B. in ETSY). Haben Sie das gewusst?

 

Viele Käufer und Käuferinnen tragen diese Unterwäsche selber, weil sie sich gerne von Kopf bis Fuss im Stil der Dreissiger- oder Vierzigerjahre kleiden.

Dann gibt es viele Sammler und Sammlerinnen von Unterwäsche - nicht immer nur Frauen, ich würde sogar sagen, mehr Männer als Frauen. Ich hatte letzthin einen Käufer aus den USA, der von mir wissen wollte, ob das eingestellte Corset einen Geruch hätte, modrig, oder nach einem Waschmittel, oder ein gewisser Lagergeruch etc. Als ich ihm dann mitteilte, dass das Corset am ehesten nach nichts rieche, meinte er, das sei die beste Antwort, die er je bekommen hätte. Er hat es dann gekauft und war sehr zufrieden damit. Und das ist dieses erwähnte Corset:

 

Es gibt noch einen weiteren Verwendungszweck von Vintage-Unterwäsche, an den man nicht so ohne weiteres denkt: für Filmausstattungen oder Theater. Und da dürfen solche Teile durchaus auch Schadstellen aufweisen wie geflickte Stellen, Risse, Löcher etc., Hauptsache, es passt zur geplanten Szene und zur Grösse des Darstellers oder der Darstellerin.

 

Beim Datieren helfen Kataloge, alte Modemagazine und die Erfahrung. Im Oscar Weber-Katalog von 1948 habe ich ein ähnliches Corset entdeckt, wie das, welches ich in Kürze im Shop einstellen werde (Gr. S). Preis damals: CHF 18.90!!!

Und zum Schluss noch ein anderer Verwendungszweck: In den USA (und inzwischen nicht nur dort) werden solche schönen Teile - auch Badekleider) eingerahmt und aufgehängt. Schauen Sie mal hier:

https://www.oceanhomemag.com/uncategorized/how-to-decorate-with-vintage-swimsuits/

 

 

Vintage-Newsletter Juni 2020

Heute ist das Thema ein Ergänzungskleidungsstück, das mich schon immer faszinierte. Es verleiht einem einfachen Kleid, einer Bluse oder einem Pullover einen frischen Twist. In den Vierziger-/ Fünfzigerjahren waren diese Einsätze hochaktuell, dies zeigen ein paar Bilder von Modejournalen aus dieser Zeit.Heute ist das Thema ein Ergänzungskleidungsstück, das mich schon immer faszinierte. Es verleiht einem einfachen Kleid, einer Bluse oder einem Pullover einen frischen Twist. In den Vierziger-/ Fünfzigerjahren waren diese Einsätze hochaktuell, dies zeigen ein paar Bilder von Modejournalen aus dieser Zeit.

Meistens wurden diese Einsätze mit einem sehr kleinen Stoffrest selber genäht (vielmals aus Spitzenstoff) und um von diesem kostbaren Stoff zu sparen, hat man für die Rückseite, die man ja nicht sieht, einen einfachen Baumwollstoff verwendet. Auf Taillenhöhe wurden Rücken- und Vorderteil mit einem Gummiband oder einem Bindeband verbunden, um den guten Halt zu gewährleisten.

Hier sind 4 Modelle, die ich in den nächsten Tagen in den Shop einstellen werde:

Und hier sind 4 Beispiele mit diesen Bluseneinsätzen:

Solche Blusen- Kleider- und Pullovereinsätze kann man auch googeln. Bluseneinsätze, Blusenkragen, Pullovereinsatz, auch Dickies, wie sie in den USA genannt werden, aber Achtung: ich würde empfehlen «Lace vintage dickies» einzugeben, dann sieht man einige schöne Teile, beim Wort «dickies» alleine kommen sonst T-Shirts und alles Mögliche, und wenn man sich dann noch verschreibt, kommt’s noch gröber 😉.

 

Es gibt sie offenbar auch neu – das erstaunt mich ziemlich, freut mich aber auch. Aber nichts geht über einen schönen Vintage-Einsatz mit Spitzen; diese sind einfach am schönsten.

 

Und jetzt möchte ich noch eine Neuerung in meinem Shop bewerben:

Es gibt jetzt auch eine Suche nach Grössen! Und auch eine nach Dekaden, wobei diese noch nicht ganz fertiggestellt ist, aber ein guter Teil ist schon realisiert.

Diese neuen Buttons sind hoffentlich für einige von Euch etwas Praktisches und erleichtern Euch die Suche nach Euren Lieblingsteilen. 

 

 

Vintage-Newsletter Mai 2020

Wie jemand eine Briefmarkensammlung anlegt, könnte ich ein Album mit Vintage-Labels/-Etiketten anlegen, das dann eher digital, denn sonst müsste ich ja die schönen Etiketten von den Kleidern entfernen. Da gibt es unglaublich ausführliche, vielfältige, fantasievolle und wunderschöne Exemplare. Wenn ein Kleid, ein Hut oder sonst ein Kleidungsstück eine solch schöne Etikette besitzt, steigert das für mich den Wert des Kleides. Die Authentizität ist sozusagen um ein Vielfaches gestiegen. 

 

Hier sind einige schöne Etiketten von Kleidern, welche sich zurzeit im Shop befinden. Eine Suche danach ist explizit erlaubt und erwünscht 😉.

 

Kleideretiketten helfen vielmals auch, das Kleidungsstück zu datieren. In den Fünfzigerjahren und davor waren die Etiketten meistens gewoben, z.T. in schönen, verschnörkelten Schriften. Später in den Sechzigerjahren waren sie häufig aufgedruckt oder hatten eine modernere gewobene Schrift.

 

Auch Hüte haben wunderschöne Etiketten, je älter, desto schöner. Hier ein paar Muster:


Wenn wir schon bei Etiketten sind: Die Etiketten, welche über Pflege und Material des Kleidungsstückes Auskunft geben, gibt es erst etwa seit 1960. Anfänglich waren sie sehr rudimentär. Wenn z.B. das Zeichen für das Bügeleisen durchgekreuzt war, musste man annehmen, dass das Material eher synthetisch war. «Pflegeleicht» hiess ziemlich sicher, dass Synthetics beigemischt waren. 

Was früher eher dürftig war, ist heute so ausführlich, dass es nur auf mehreren Textiletiketten Platz hat. Die heutigen Etiketten sind zum Teil dermassen überladen, dass ich mich jedes Mal scheue, sie zu lesen, resp. ich finde vielmals gar nicht das, wonach ich suchte. Nur schon meine Sprache zu finden, ist eine Herausforderung. 

 

Noch eine Mitteilung, die nichts mit Etiketten zu tun hat:

Schuhe sind schwierig online zu kaufen. Obwohl ich mich bemühe, die genauen Masse und möglichst alle Details aufzuführen, hat man trotzdem nicht die Garantie, dass sie wirklich passen. Wagen Sie es trotzdem! Schuhe, die nicht passen, können Sie retournieren und ich vergüte Ihnen den Verkaufspreis. Es gibt ein paar wenige Ausnahmen von diesem Angebot – dies wird bei den jeweiligen Artikeln angemerkt. 

 

 

 

 Vintage-Newsletter Februar 2020

Taschen sind, vor allem bei einer Frauengarderobe, nicht wegzudenken. Zudem ist eine Tasche das Accessoire Nummer eins, wie ich letzthin in einer Modezeitschrift gelesen habe.

Je nach Gelegenheit geht das Format einer Tasche von riesengross bis winzig klein. 

 

Im Laufe dieses Monats werde ich einige Taschen neu im Shop einstellen. 

Dabei habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich eine Tasche so abbilden kann, damit man das Grössenverhältnis beurteilen kann, was ja nicht immer so offensichtlich ist, wenn man nur das Bild sieht. Denn auch wenn die Masse einer Tasche angegeben sind, ist es oft schwierig, sich vorzustellen, wie gross sie wirklich ist. 

Ich werde in Zukunft bei jeder Tasche ein Bild beifügen, auf dem diese zusammen mit einem Kleid abgebildet ist – möglichst mit einem, zu dem die Tasche passt. Das sieht dann so aus:

 

 

 

Oder auch so:

 

 

Vintage-Taschen zeichnen sich aus durch eine Vielfalt von hübschen und heute nicht mehr häufig gesehenen Details: Vor allem die Verschlüsse faszinieren mich immer wieder; manchmal sind sie so raffiniert gestaltet, dass man nicht auf den ersten Blick realisiert, wie diese geöffnet werden. Ein überzeugender Sicherheitsaspekt. Hier ein paar Verschluss-Beispiele:

 

 

Das Innenleben einer Vintagetasche ist vielmals sehr sorgfältig und fantasievoll ausgestattet: kontrastfarbenes Lederfutter, diverse Innentäschchen, teils mit Reissverschluss, ein passender kleiner Spiegel, ein Lippenstiftfach. Was aber bei Vintagetaschen ganz klar immer fehlt: ein Handyfach 😉

 

Alle hier gezeigten Taschen (und natürlich ebenso die Kleider) sind in meinem Shop erhältlich. 

 

 

Vintage-Newsletter Oktober 2019 

Ich muss mich mal eines Mantels annehmen, welcher schon einige Zeit sozusagen unbeachtet in meinem Shop verbringt, was ich eigentlich gar nicht verstehen kann. Vielleicht liegt es daran, dass er so «nackt» nicht gerade attraktiv daherkommt, und schon gar nicht, wenn das Bild seine Details und Qualitäten nicht optimal hervorhebt.

 

Das ist er, ein heller Tweedmantel aus den Sechzigerjahren, schlicht und bescheiden. Aus einem warmen Wolltweed, eher grob gewoben und mit pastellfarbenen, kleinen, grünlichblauen Noppen versehen. Also eigentlich gerade richtig für die kommende, kühlere Jahreszeit:

 

 

Aber wie stylt man diesen Mantel? Was trägt man dazu?

Das Einfachste ist, man probiert es mal mit schwarz.  Schwarz geht (fast) immer, finde ich. Ich habe ein paar schwarze Accessoires zusammengesucht und mit dem Mantel kombiniert: schwarze Stiefel, eine schwarze Bucket-Tasche, ein schwarzes Wolltuch mit Fransen und, wenn es regnet, noch ein schwarzer Schirm. Damit das Ganze nicht allzu eintönig wirkt, gehört da aber unbedingt noch ein Farbtupfer dazu. Das kann ein signalrotes Berêt sein, eine auffällige grüne Tasche oder ein Tuch in einer leuchtenden Unifarbe.  Das sähe dann etwa so aus:

 

So ein Farbtupfer könnte man auch mit einem Paar Handschuhen in einer auffälligen Farbe setzen. Schöne Handschuhe verströmen Glamour und sorgen für Aufmerksamkeit. Zudem vervollständigen sie einen Look.

 

 

Das Ganze würde auch mit Accessoires in einem Anthrazit oder in einem dunklem Blau funktionieren; es muss gar nicht unbedingt schwarz sein.

 

 

 

Vintage-Newsletter September 2019 

Westen und Gilets waren für längere Zeit nicht zuoberst auf dem Moderadar, aber gerade für die kühlere Jahreszeit ist eine Weste, ein Gilet oder ein Pullunder ein geniales Kleidungsstück, das schöne Kombinationsmöglichkeiten erlaubt.

 

Altmodisch? Aber nein! Schauen Sie sich mal die beiden Vorschläge unten an. Links zum Beispiel ein Wildlederjupe von Aigner mit einer 40s-Jerseyweste, beides in einem warmen Braun. Rechts eine dunkelblaue 60s-Strickweste zu einem klassischen Aigner-Wolljupe in Beige. Rollkragenpullis oder Blusen gehen gut dazu. 

 

Und hier drei andere Jupe-Westen-Kombinationen:

 

Und immer wieder: mit Accessoires können Sie einen etwas langweiligen Look total aufpeppen. Accessoires machen ein Outfit erst komplett. Schauen Sie sich diese Kombination an. Schon etwas langweilig und, ja, zugegeben, auch etwas altmodisch. Aber mit den passenden Accessoires verwandelt sich der Look in etwas Besonderes, wie das Beispiel unten, finden Sie nicht auch? Auch noch eine Idee wäre, farblich passende blickdichte Strumpfhosen dazu anzuziehen. 

 

Sie finden in meinem Shop viele Accessoires wie Taschen, Hüte, Handschuhe, Foulards oder Schmuck. Schreiben Sie mir, sollten Sie da das Gesuchte nicht finden. Es ist bei weitem nicht mein ganzes Angebot, welches ich im Shop habe. Oder besuchen Sie einen der Anlässe, an welchem ich mit einem Stand vertreten bin. Genaueres im Shop unter AKTUELL.

 

 

 

Vintage-Newsletter August 2019 

Es gibt Kleidungsstücke, die in jede Jahreszeit passen. Solch ein Begleiter durchs ganze Jahr ist der Cardigan. Diese Jäckli gehören zu meinen absoluten Lieblingsstücken überhaupt. Es gibt sie in unzähligen Variationen. Sehr interessant wird es bei Vintage-Cardigans; da hat jede Dekade ihre typischen Schnitte, Materialien und Details. 

Ein paar neu im Shop eingestellte Cardigans sehen Sie hier. Diese reichen von den Fünfzigerjahren bis in die neuere Zeit:

 

 

Ein Cardigan ist im Sommer ein ideales Kleidungsstück für die kühleren Abende oder für Regentage. Sie sind leicht mitzunehmen und haben an einem kleinen Ort Platz. Sie sind schnell angezogen über die Bluse oder das Top und gehen zu Jeans oder Hosen wie auch zu einem Rock oder einem Kleid.

Unten vier Modelle aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren. 

Handgestrickte Cardigans sind für mich besonders kostbar. Sie wurden mit Liebe von Hand hergestellt und es steckt viel Knowhow darin. Stricken ist heutzutage wieder aktuell, das zeigen die unzähligen Instagram Posts mit Socken, Pullovern und, eben, Strickjacken/Cardigans. Ich hoffe insgeheim für mich, dass sich dieser Trend noch zu einem Mega-Trend steigert. 

 

Vintagekleidung zu tragen heisst, individuelle Einzelstücke tragen. Niemand sonst trägt dasselbe Teil. Und indem Sie Vintagekleider tragen, tun Sie viel für die Umwelt. Und da Vintagekleider nicht der gängigen Mode unterworfen sind, behält man diese Sachen um einiges länger, daher ist Nachhaltigkeit der zusätzliche tolle Nebeneffekt, den Sie mit solchen Kleidungsstücken ganz nebenbei erlangen.

 

Hier noch ein Zitat über die Vintage-Strickmode aus meinem Lieblings-Vintagebuch «Alles über Vintage-Mode» von Nicky Albrechtsen:

«Jedes Jahrzehnt zeichnet sich durch seinen eigenen kreativen Strickstil aus; in dessen Details spiegeln sich die jeweiligen Trends der Zeit wider. Und doch bleibt das Stricken durch seine Tradition und Kunstfertigkeit ein unabhängiges Mode-Genre.

So gross war das Können, dass Vintage-Pullover, Twinsets, Strickjacken, Pullunder und selbst Bettjacken keinen bekannten Namen auf dem Etikett haben müssen, um auch heute noch als tragbares Sammlerstück anerkannt zu werden.» Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

 

 

Vintage-Newsletter März 2019 

In vielen Modezeitschriften hat es jeweils eine oder mehrere Seiten, auf denen verschiedenste Kleider und Accessoires zu einem Thema vorgestellt werden. Diese Seiten schaue ich immer sehr gerne an. Ich habe mir schon einige Male überlegt, auch mal so eine Seite zu kreieren. Natürlich mit Sachen aus meinem Shop, echt VINTAGE aus vergangenen Zeiten.

 

Und hier meine für Sie gestaltete Modezeitschriftenseite mit dem Thema der neu propagierten Farbe BEIGE:

 

Damit will ich zeigen, dass es auch möglich ist, einen solchen neuen Trend mit Vintageteilen mitzumachen. Ich beobachte mit stillem Genuss, dass der Trend, Vintage oder Second Hand zu tragen, zunimmt. Schon aus Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsgründen macht es total Sinn. Und doppelt Sinn macht es dann auch noch, wenn man realisiert, dass alle Stücke exklusive Einzelstücke sind, die es hoch verdient haben, ein zweites (oder sogar ein drittes) Leben zu haben. Zudem sind diese Sachen von einer Qualität, für die man heute viel Geld bezahlt. Und haben zusätzlich exklusive Details, die man heute aus Kostengründen gar nicht mehr herstellen kann.  

 

 

 

Vintage-Newsletter Februar 2019 

Schürzen sind auch heute noch etwas Praktisches, obwohl man sie immer seltener sieht. Vielleicht noch bei älteren Frauen, die sich das noch von je her gewohnt sind. Bei Hausarbeiten band man sich einfach eine Schürze um, dies vor allem, um die darunterliegende Kleidung zu schützen und zu schonen. Zu früheren Zeiten war dies absoluter Standard. Auch in den Schulen wurden Schürzen getragen; eine völlige Selbstverständlichkeit.

Ich wünschte mir, dass man Schürzen wieder einen prominenteren Platz einräumen würde. Wer Vintagekleidung liebt, kommt fast nicht darum herum. Es gibt Schürzen, die sich sogar als Kleid hübsch machen, mit dem passenden Darunter.

 

Auch bei den Schürzen ist es wie bei den Kleidern: es gibt verschiedene Arten und Genres. Mal die praktischen, robusten, dauerhaften, aus handgewobenem, rustikalem Stoff, hier vier Beispiele:

 

Dann die leichteren Baumwollschürzen aus den Fünfziger-/Sechzigerjahren, meist mit einem nostalgischen Stoffmuster, mit hübschen Details wie Paspeln, verzierten Taschen, Zackenlitzen etc.:

 

Hier noch ein paar ältere Modelle der Dreissiger-/Vierzigerjahre, die einem unweigerlich an alte Filme mit Bediensteten und Serviererinnen erinnern (was aber heutzutage gar nichts mehr damit zu tun haben sollte).

 

 

Und schliesslich die sehr praktischen Halbschürzen, die man sich ganz schnell mal umbinden kann, wenn eine Arbeit ruft, die das Darunter schmutzig lassen werden könnte. Auch hier gibt es die fantasievollsten und zum Teil auch witzigsten Modelle.

 

Jede der hier gezeigten Schürzen finden Sie in meinem Shop. Mehr Bilder und genauere Details entnehmen Sie den jeweiligen Artikelbeschreibungen.

 

 

Vintage-Newsletter Januar 2019 

In einigen Skigebieten werden in den Wintermonaten sogenannte Nostalgie-Skirennen oder andere Nostalgie-Sportanlässe durchgeführt. Dazu braucht man neben den antiken Skiern und den anderen Sportgeräten auch die entsprechenden Original-Kleider. In meiner Vintage-Kleidersammlung befinden sich einige solcher Kleidungsstücke aus verschiedenen Dekaden, die sich für solch einen Anlass eignen. 

 

 

Das Sahnestück unter diesen Sportsachen ist zweifellos diese Original-40er-Skihose in einem makellosen Zustand – erstaunlich! Gefertigt aus dunkelbrauner, wunderbarer Woll-Gabardine. Mit elastischem Fusssteg und sehr schönen Details – ein Traum. Daneben eine leichte Skijacke, die dazu passen könnte, und rechts davon ein Bild aus einem amerikanischen Modekatalog der Vierzigerjahre, wo solch eine Hose fast identisch abgebildet ist. Ein so perfekt erhaltenes Stück findet man selten und hat deshalb auch seinen Preis. 

 

Etwas «jünger» (und auch wesentlich günstiger) sind die folgenden Keilhosen aus den Siebzigerjahren, mit passenden Skipullovern:

Und hier noch einige Nostalgie-Accessoires, die sich für solche Anlässe auch gut machen würden.

 

Alle diese Sportsachen und Accessoires finden Sie in meinem Shop. Mehr Bilder und genauere Details hat es in den Artikelbeschreibungen. Am einfachsten finden Sie alles unter der Kategorie «Outfit des Monats Januar 2019».